Aufbau und Funktion einer Einspritzanlage

12. Januar 2012 – 17:23

Die moderne Einspritzanlage hat dem Vergaser in der heutigen Zeit den Rang abgelaufen. Der Grund dafür ist darin zu sehen, dass der Vergaser bei der Erfüllung der Euro 5- Norm und des immer niedrigeren Kraftstoffverbrauchs an seine Grenzen stößt. Es ist erwiesen, dass mit dem Einsatz einer Einspritzanlage bis zu 15 Prozent Kraftstoffeinsparung bei gleichzeitiger Leistungserhöhung um 10 Prozent möglich sind. Daraus resultiert auch eine Schadstoffverminderung. Außerdem erzielt der Einsatz einer modernen elektronischen Steuerung in der Ein-
spritzanlage ein besseres Kaltstartverhalten.
Die Einspritzanlage besteht im allgemeinen aus der Druckerzeugung, dem Kraftstofffilter, den Einspritzventilen, der Regelung und diversen Rohrleitungen.
Zur Druckerhöhung werden Einspritzpumpen verwendet, die beim Benzinmotor pro Kolbenhub den Kraftstoff in genau dosierter Menge und dem nötigen Druck zur Verfügung stellen. Darüberhinaus geschieht dies zum richtigen Zeitpunkt und den benötigten Zeitraum in Abhägigkeit von der Motordrehzahl und der Betriebstemperatur.
Sie fungiert dabei gleichzeitig als Kraftstoffpumpe vom Tank. Bei dem Einsatz einer Einspritzpumpe ohne Mengenregulierung ist noch eine Rücklaufleitung zum Tank erforderlich, damit auf Grund des hohen Förervolumens die Überschussmenge zurückgeführt werden kann. Der Kolbenhub wird über eine Nockenwelle in Abhängigkeit von der Motordrehzahl gesteuert.
Bei der Einspritzanlage werden unterschiedliche Bauformen von Einspritzpumpen verwendet. Hier seien nur die Reiheneinspritzpumpe, bei der jedem Zylinder ein Pumpelement zugeordnet ist,welche sich in einem Gehäuse oder auf einer Welle befinden und die Verteilereinspritzpumpe erwähnt, die nur ein Pumpelement und eine danach
angeordnete Verteilereinheit besitzt.
Die zu der Einspritzanlage gehörende Filterung entfernt Schmutzpartikel die beim Betanken oder durch Rost aus Stahltanks in den Kraftstoff gelangen. Sie sind meist in der Saugleitung installiert, bestehen aus Kunststoff oder Leichtmetall und schützen Einspritzpumpe, -ventile und Motor vor Beschädigungen.
Als weiteres Bauteil der Einspritzanlage ist das Einspritzventil zu nennen. Es ermöglicht das Einsprühen oder Einspritzen des Kraftstoffs in den Verbrennraum des jewieiligen Zylinders. Die Einspritzventile von Ottomotoren werden nur elektronisch angesteuert, während bei Dieselaggregaten bis zum Einsatz der modernen Common- Raileinspritzung die hydraulische Variante vorherrschte.
Die Einspritzanlagen beim Benzinmotor lassen sich in Saugrohr- und Direkteinspritzung unterteilen. Bei der Saugrohreinspritzung steht das benötigte Kraftstoff- Luft- Geschmisch schon vor dem Einspritzventil im Saugrohr zur Verfügung,während es bei der Direkteinspritzung erst im Verbrennraum erzeugt wird. Die moderne Common- Rail- Einspritzanlage besitzt nur eine Druckregelung und die Mengen- und Zeitpunktregulierung wird von einer externen elektronischen Steuerung übernommen. Durch den Einsatz diverser Messtechnik in einer Einspritzanlage wird auch die Verwendung eines Katalysators möglich gemacht.

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