Gebrauchte Motoren und gebrauchte Getriebe aus der Autoverwertung
8. Februar 2010 – 14:06Früher rein mechanisch aufgebaut, sind moderne Motoren und Getriebe heute Hightech-Einheiten. Und ebenso teuer werden Schäden durch Verschleiß, unsachgemäße Behandlung des Fahrzeugs, oder durch Konstruktionsfehler. Während bei letzterem Fall noch bedingt der Hersteller in die Haftung genommen werden kann, hat der Halter in den anderen Fällen die Kosten selbst zu tragen – und die können erheblich werden.

Gebrauchter Motor von einer Autoverwertung
Insbesondere Schäden an den Zylindern selbst stellen meist einen Kapitalschaden dar, der einen Austauschmotor erfordert, während Schäden an Motorbaugruppen wie dem Zylinderkopf und der Zylinderkopfdichtung noch einzeln instand gesetzt werden können. Je nach Fahrzeugart und Baujahr steht man hier häufig vor einer Entscheidung: lohnt sich die Anschaffung eines neuen Austauschmotors, oder hat das Fahrzeug bereits ein Alter erreicht, bei dem ein Verkauf zum Ausschlachten und der Kauf eines neuen Fahrzeugs lohnender ist? Eine Alternative wird selten berücksichtigt, dabei stellt sie eine Variante dar, durch welche das Fahrzeug unter Umständen nochmals kostengünstiger für ein paar Jahre seinen Dienst verrichten wird: ein gebrauchter Motor – beziehungsweise ein gebrauchtes Getriebe.
Autoverwertung hat schon lange nichts mehr mit schnöden Autofriedhöfen gemein, auf denen verlassene Fahrzeuge dem Verfall ausgesetzt werden: Fahrzeuge werden komplett ausgeschlachtet, verwertbare Ersatzteile geprüft, gereinigt, unter Umständen repariert und eingelagert. So kann ein gebrauchter Motor aus einem Jahreswagen mit einem Unfallschaden eine durchaus lange Rest-Lebenserwartung mitbringen – ebenso wie das gebrauchte Getriebe aus demselben Fahrzeug, wenn es noch intakt geblieben ist. Doch worauf ist zu achten?
Wichtig ist generell, einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Für einen Laien sind Schäden und Verschleiß an einem gebrauchten Motor oder einem gebrauchten Getriebe nicht einschätzbar – so kann ein vermeintliches Schnäppchen zum Geldgrab werden. Am Besten ist es dabei, sich an Ersatzteilhändler und Autoverwerter zu wenden. Der Aus- und Einbau sollte jedoch zwingend in einer Fachwerkstatt erfolgen, um eine sachgemäße Behandlung dieser komplexen Ersatzteile zu gewährleisten.
Vor der Verwertung muss das Altteil vollkommen frei von Betriebsflüssigkeiten und umweltschädlichen Substanzen gemacht werden – das auslaufende Öl aus einem Motor kann beispielsweise, in ein Gewässer gelangend, eine ökologische Katastrophe verursachen. Zudem sollte nach dem Einbau eine gründliche Prüfung und neue Feinabstimmung auf das Fahrzeug erfolgen, um einen möglichst reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.

Gebrauchtes Getriebe von einer Autoverwertung
Sicher, allein durch Ausbau und umfangreiche Prüfungen am Gebrauchtteil, sei es ein gebrauchter Motor oder ein gebrauchtes Getriebe, entstehen der Autoverwertung Kosten, die auf den Endpreis umgelegt werden – geschenkt bekommt man solche Teile nicht, aber die Ersparnis gegenüber einem Neuteil kann mitunter nicht unerheblich sein. Man kann also durchaus auch mit eingeschränkten Mitteln ein schon totgeglaubtes Fahrzeug wieder für einige Zeit fit für die Straßen machen.
Schlagwörter: gebrauchter Motor, gebrauchtes Getriebe, Zylinderkopf, Zylinderkopfdichtung
2 Kommentare zu “Gebrauchte Motoren und gebrauchte Getriebe aus der Autoverwertung”
Hallo ich Suche einen Gebrauchten Motor
von 100.000KM BIS 150.000KM
Für einen PEUGETO 806 BJ.15.02.1996
Fahgestell.NR.vf3221da212097722
Bitte um Rückandwort im voraus Danke
M.F.G.Delles DIETER
geschrieben von Delles am 01. Jul, 2010
Das Problem bei gebrauchten Getrieben ist immer die Kompatibilität der Einzelteile die sich mit der Abnutzung ergibt. Man sollte im besten Fall ein Getriebe einbauen, dass eine ähnliche Nutzungsdauer hat, als das erste Teil.
Das gilt auch für Durchrastkupplungen
geschrieben von Mia Castello am 11. Aug, 2010